{"id":1561,"date":"2019-12-25T18:47:24","date_gmt":"2019-12-25T17:47:24","guid":{"rendered":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/?page_id=1561"},"modified":"2019-12-28T21:07:53","modified_gmt":"2019-12-28T20:07:53","slug":"bunderhee-steinhausstrasse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/bunderhee-steinhausstrasse\/","title":{"rendered":"<h3><center>Kleine Geschichte Bunderhee Steinhausstra\u00dfe Nr. 3<\/center><\/h3>"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\">\n    body {<br \/>\n        font-size: small;<br \/>\n    }<br \/>\n    p {<br \/>\n        font-size: 70%;<br \/>\n        Margin-bottom: 31px;<br \/>\n        line-height: 70%;\"<br \/>\n    }<br \/>\n    #ar {<br \/>\n    text-align: right;<br \/>\n    margin-top: 80px;<br \/>\n    }<br \/>\n    <\/style>\n<p><a href=\"..\"><em>Zur\u00fcck zur Startseite<\/em><\/a><\/p>\n<p>Von Alma Groeneveld-Relotius<\/p>\n<p>Kleine Geschichte des Anwesens Steinhausstra\u00dfe Nr. 3 in Bunderhee, vormals Haus Nr. 6 bzw. Landstra\u00dfe Nr. 6<\/p>\n<p>Es ist zu vermuten, dass das Haus Nr. 6 in Bunderhee um 1880 als Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude von dem Landwirt <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I531&amp;ged=van-Lessen\">Eyso Gerhard Busemann<\/a>, wohnhaft auf dem Hof Nr. 5 gegen\u00fcber, auf der zu diesem Hof geh\u00f6renden und bis dahin wahrscheinlich landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che errichtet wurde. Sein Erscheinungsbild war f\u00fcr die damalige Zeit und diese Gegend sehr ungew\u00f6hnlich: Das quer stehende, verputzte und wei\u00df gestrichene Wohnhaus, dessen Innenw\u00e4nde aus Stein, Lehm und \u201eKaff\u201c bestehen, mit dem in traditioneller Bauweise aus Ziegelsteinen errichteten Wirtschaftsgeb\u00e4ude dahinter. Da der Bau klar in Wohnhaus und Wirtschaftsteil mit Stallungen und einer Scheune gegliedert ist, bedeutete dies, dass Versorgungseinrichtungen wie z. B. K\u00fcche und Waschk\u00fcche im hinteren Geb\u00e4udeteil untergebracht waren, und dass auch weitere Installationen wie etwa Heizkessel und Wasseranschluss, welche im Laufe der Jahrzehnte vorgenommen wurden, hier ihren Platz finden mussten.<\/p>\n<p>In jenen Tagen verf\u00fcgten die Bewohner \u00fcber gen\u00fcgend Personal, \u201eDennsten\u201c genannt (\u201egroot Knecht un l\u00fctje Knecht &#8211; groot Maaid un l\u00fctje Maaid\u201c), so dass sie sich fast ausschlie\u00dflich im Wohngeb\u00e4ude aufhalten konnten. Zun\u00e4chst wohnten die beiden unverheirateten Schwestern <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I531&amp;ged=van-Lessen\">E. G. Busemanns<\/a>, Hinrika B. (1820 -1901) und Eelbern Coenen B. (1826-1889), in diesem Haus. Von den beiden \u201eJ\u00fcffers\u201c ging stets die Rede: \u201eS\u00e4 satten in de Villa un wassen kl\u00e4tt in swart un lilai\u201c. Anzunehmen ist, dass das Anwesen auch als sp\u00e4terer Alterssitz f\u00fcr <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I531&amp;ged=van-Lessen\">Eyso Gerhard Busemann<\/a> (1828-1895) und seine Ehefrau <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I532&amp;ged=van-Lessen\">Fraulina Antoinette Amalie, geb. Buseman<\/a> (1828-1881) aus Weener gedacht war. Zu dieser Nutzung kam es aber nicht mehr, da beide noch auf dem von ihnen bewirtschafteten Hof Nr. 5 starben.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Hinrika Busemann im Jahre 1901 fand <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Otto Busemann<\/a>, einziger verbliebener Sohn <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I531&amp;ged=van-Lessen\">Eyso G. Busemanns<\/a> und damit Erbe des Hofes Nr. 5, seine Schwester Heilwine (1868-1942), verheiratet mit Anton Bernh. Diddens (1861-1909) und wohnhaft auf dem nach S\u00fcden benachbarten Hof an der heutigen M\u00fchlenstra\u00dfe in Bunde, vermutlich im Rahmen einer Erbauseinandersetzung ab und wurde Eigent\u00fcmer des Hauses Nr. 6. In den folgenden knapp 20 Jahren wurde das Haus mitsamt dem dahinter liegenden Sandland verpachtet, u. a. an Pastor van Scharrel. Die Namen weiterer P\u00e4chter sind nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Otto Busemann<\/a> (1869-1953) und seine von Bunderneuland stammende Ehefrau <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Scheltjea, geb. van Scharrel<\/a> (1876-1956), eine Tochter von <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I2327&amp;ged=van-Lessen\">Bernhard Hebedorus van Scharrel<\/a> und Ehefrau <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I2328&amp;ged=van-Lessen\">Foelkelina, geb. van Scharrel<\/a>, verlie\u00dfen nach der Heirat ihres j\u00fcngsten Sohnes Friedrich im Jahre 1930 den Hof Nr.&nbsp;5 und zogen mit ihrer elfj\u00e4hrigen Tochter Lina in das Haus Nr.&nbsp;6. Zuvor waren noch etliche Umbauten get\u00e4tigt worden: Auf dem ger\u00e4umigen Dachboden, der bis dahin wohl nur als Abstellraum gedient hatte, wurden zwei Zimmer ausgebaut, eines nach S\u00fcden f\u00fcr Lina und eines nach Norden als G\u00e4stezimmer. Die Stiege, die rechts neben der T\u00fcr des kleinen Nordzimmers im Erdgeschoss nach oben f\u00fchrte, wurde entfernt und eine neue Treppe in entgegengesetzter Richtung samt Podest eingebaut. Die Bauweise des Treppengel\u00e4nders wurde sp\u00e4ter immer als problematisch empfunden, da die St\u00e4be recht weit auseinander stehen und deshalb eine Gefahr f\u00fcr kleine Kinder darstellen. Das Treppenhaus sowie der Flur im Dachgeschoss mit einem Oberlicht in der Decke und der Wandschrank wurden verkleidet. lm westlichen Dachboden wurde hinter der T\u00fcr ein \u201eSpeckschrank\u201c eingebaut, und hinter dem Treppenpodest entstand ein Kriechschrank.<\/p>\n<p>An der Nordwand der Scheune wurde angrenzend an den Flur im vorderen Teil des Wirtschaftsgeb\u00e4udes eine Toilette eingebaut, die sogar mit einem Urinal ausgestattet war. An der T\u00fcr dieses Raums befand sich bis in die 50er Jahre ein Schild aus Blech mit einem Katzenmotiv darauf sowie folgendem Spruch: \u201eVerlasse diesen Platz so sauber wie die Katz, damit ihn auch dein Hintermann genauso sauber halten kann!\u201c Au\u00dferdem wurden in den beiden Wohnzimmern im Erdgeschoss Heizk\u00f6rper installiert, die an eine neue Warmwasser-Heizungsanlage angeschlossen wurden. Alle anderen R\u00e4ume beheizte man weiterhin mit \u00d6fen (Torf und Koks). Zu diesem Zeitpunkt hatte das Haus die Anschrift \u201eLandstra\u00dfe 6\u201c.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich aufgrund des Anerbengesetzes vom 15. Mai 1933 und dessen Ausf\u00fchrungsbestimmungen errichteten die Eheleute Busemann wenige Monate sp\u00e4ter ein Testament, in dem sie verf\u00fcgten: \u201eUnsere Tochter Lina erh\u00e4lt das Privathaus No. 6 von den Eheleuten <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Busemann<\/a> und Frau <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma, geb. van Scharrel<\/a> zur Zeit bewohnt, mit dem Zier-, Obst- und Gem\u00fcsegarten sowie die Weide hinter dem Garten zur Gesamtgr\u00f6\u00dfe von 2.50.43 ha. Unser Sohn Friedrich soll das Vorkaufsrecht haben, falls unsere Tochter Lina das von uns bewohnte Privathaus No. 6 mit den dazu geh\u00f6renden L\u00e4ndereien zum Verkauf stellen sollte.\u201c Das Testament endet wie folgt: \u201eEigenh\u00e4ndig geschrieben und unterschrieben, <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Busemann<\/a> &#8211; Das vorstehende Testament soll auch als mein Letzter Wille gelten. <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a>, geb. van Scharrel &#8211; Ich, der unterzeichnete Landwirt <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Busemann<\/a>, genehmige die Erkl\u00e4rungen meiner <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Ehefrau<\/a>. Bunderhee, 15ter August 1933. <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Busemann<\/a>.\u201c<\/p>\n<p>Am 27. Dezember 1934 wurde laut Nr. 282 des Notariatsregisters f\u00fcr 1954 vor dem Notar <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I1592&amp;ged=van-Lessen\">Dr. jur. W\u00fcbbo van Lessen<\/a> von den dort erschienen <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Busemann<\/a> als Eigent\u00fcmer sowie <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I0151&amp;ged=van-Lessen\">Eisso Gerhard Busemann<\/a> als Pfleger der minderj\u00e4hrigen Lina Busemann in Bunderhee wie folgt verhandelt, genehmigt und unterschrieben: \u201e<a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Buseman<\/a>n \u00fcbertr\u00e4gt als Erbhof an seine minderj\u00e4hrige Tochter Lina Busemann, als Anerbin 4. Ordnung vertreten durch ihren Pfleger, von dem im Grundbuch von Bunderhee Band 4 Blatt 124 verzeichneten Grundbesitz die Parzellen 88\/15 und 89\/16 Kartenblatt 8 und Parzelle 25\/9 Kartenblatt 9 zur Gesamtgr\u00f6\u00dfe von 7.28.41 ha (Anm.: Sandland bzw. Bunder Interessentenpolder gegen\u00fcber dem Hof Nr. 19 von <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I0150&amp;ged=van-Lessen\">Bernhard Busemann<\/a>) und den Grundbesitz Bunderhee Band 1 Blatt 8 Haus Nr. 6 mit Hofraum, Garten und Weide zur Gr\u00f6\u00dfe von 2.50.43 ha.&#8220; Damit galt das Anwesen als Erbhof.<\/p>\n<p>In einem Schreiben des Amtsgerichts Weener vom 20. M\u00e4rz 1935 hei\u00dft es: \u201eAm 19. M\u00e4rz 1935 ist die Lina Busemann, geboren am 17. August 1918, aufgrund der Auflassung vom 27. Dezember 1934 als Eigent\u00fcmerin des in Bunderhee belegenen im Grundbuche von Bunderhee Band I Blatt Nr. 8 bisher auf den Namen des Landwirts <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Otto Bernhard Busemann<\/a> in Bunderhee eingetragenen Grundst\u00fccks in das Grundbuch eingetragen worden.&#8220; Lina Busemann war demnach bereits im Alter von sechzehn Jahren Eigent\u00fcmerin des Anwesens Nr. 6.<\/p>\n<p>Nunmehr auf dem Altenteil, widmete sich <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Herrmann O. Busemann<\/a>, wegen seiner Lockenpracht auch &#8222;Krull-Busmann&#8220; genannt, weiter seiner Pferdezucht. Legend\u00e4r ist die Fuchsstute &#8222;Seem\u00e4rchen ll&#8220;, die 33 Jahre alt wurde, nachweislich zwanzig F\u00fcllen zur Welt brachte und &#8211; nachdem sie auch im hohen Alter noch leichte Arbeiten verrichten konnte &#8211; nach wohlverdientem Gnadenbrot im Jahre 1942 das Zeitliche segnete. Daneben galt das Interesse des Altbauern nach wie vor seinen Schafen und L\u00e4mmern, den H\u00fchnern und vor allem den Zuchttauben. F\u00fcr die kleinen wei\u00dfen Tauben mit den schwarzen Fl\u00fcgeln lie\u00df er an der r\u00fcckw\u00e4rtigen Au\u00dfenwand des Stalls mehrere Taubenschl\u00e4ge anbringen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a> befasste sich gerne mit der Gartenpflege, sicherlich unter Mithilfe des Personals. Durch den gro\u00dfen Ziergarten f\u00fchrten etliche Wege an den zahlreichen Blumenbeeten vorbei. Der Gem\u00fcsegarten umfasste auch einen Teil des Sandlandes, wo neben allerlei Gem\u00fcsesorten, die dort gezogen wurden, auch Beerenstr\u00e4ucher wuchsen. Ein seinerzeit angelegtes Spargelbeet existierte noch bis in die 50er Jahre. Ebenso lange stand ein Quittenbusch an der Grenze zwischen Obst- und Ziergarten, aus dessen Fr\u00fcchten Lik\u00f6r und Quittenbrot zum Naschen sowie ein Kompott hergestellt wurde. Diesen weckte man ein und reichte ihn gerne an Kindergeburtstagen als \u201eQuitten ut Glas\u201c. lm Obstgarten wurden die St\u00e4mme der Apfel-, Pflaumen- und Birnb\u00e4ume stets wei\u00df gekalkt.<\/p>\n<p>Auch das Gartenhaus, welches in der s\u00fcdwestlichen Ecke des Grundst\u00fccks stand, erstrahlte in j\u00e4hrlich erneuertem Wei\u00df. In H\u00f6he des Eingangs befand sich auf der anderen Seite des daran entlang f\u00fchrenden Weges ein St\u00e4nder f\u00fcr Blumenk\u00e4sten, der ebenfalls einen wei\u00dfen Anstrich hatte. lm \u201eTuunhuske\u201c verbrachten die Altenteiler mit ihren G\u00e4sten im Sommer manche Stunde im k\u00fchlen Schatten der Kastanie, und wenn sie \u201eTee un Koekjes\u201c w\u00fcnschten, so klingelten sie nach den Dienstm\u00e4dchen. Im \u00dcbrigen wurde immer wieder mit einem Augenzwinkern berichtet, dass \u201edat Tuunhuske\u201c zur abendlichen Stunde willkommener Treffpunkt verliebter P\u00e4rchen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis sowie auch aus den Reihen der Dienstboten in der Umgegend war.<\/p>\n<p>In den nun folgenden Jahren wurde viel Geselligkeit im Hause Busemann gepflegt, zumal die drei S\u00f6hne mit ihren Ehefrauen und Kindern ebenfalls in Bunderhee wohnten und h\u00e4ufig bei den Eltern und Gro\u00dfeltern vorbeischauten: <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I0151&amp;ged=van-Lessen\">Eisso Busemann<\/a> und <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I0565&amp;ged=van-Lessen\">Christine (\u201eTiny\u201c), geb. Groeneveld<\/a> aus Bunderhee mit <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I1606&amp;ged=van-Lessen\">Alma<\/a>, Johann, Heiko und Rudolph auf dem Hof Nr. 40, sp\u00e4ter Landschaftspolder; Bernhard Busemann und Jeannette, geb. M\u00fcntinga aus Grotegaste mit Alma, Hermann, Alida, Johanna, Jan und Gerta auf dem Hof Nr. 19; sowie Friedrich Busemann und Rudolphine (\u201eWiwy\u201c), geb. Groeneveld aus Bunderhee mit Herta und Reenold auf dem Hof Nr. 5. Somit war das Haus h\u00e4ufig Treffpunkt der Kinder und vor allem auch der Enkelkinder, die Haus und Garten mit Leben f\u00fcllten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich an den Geburtstagen der Eltern die Festgesellschaft im gro\u00dfen Wohnzimmer aufhielt, fiel der Tochter Lina im kleinen Wohnzimmer jenseits der Schiebet\u00fcr stets die Aufgabe zu, die zahlreichen Neffen und Nichten zu h\u00fcten und zu bewirten, was nicht immer einfach war, und so st\u00fcrzte beim Toben auch schon mal eine Kanne mit Kakao um, sehr zu Linas Leidwesen. Neben der engeren Familie kamen auch weitere Verwandte und Bekannte aus Bunderhee, Bunde, Bunderneuland, \u201evan&#8217;t Poller\u201c, Midlum und Weener \u201eup Teevisite\u201c oder \u201eup Abendvisite\u201c.<\/p>\n<p>Mit den engsten Nachbarn, den drei ledigen Schwestern Anni, Leni und Mimi Relotius (\u201eLotjeboers\u201c genannt) pflegten Busemanns nur wenig Kontakt, da diese sehr zur\u00fcckgezogen lebten. <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a> interessierte sich f\u00fcr die Familiengeschichte und pflegte deshalb auch die Kontakte zu entfernteren Familienmitgliedern, die in Twixlum und Suurhusen in der Krummh\u00f6rn, in Detern (\u201eJ\u00fcmmerker Land\u201c) sowie in H\u00f6xter (Cousine Alma) wohnten. Wegen der Entfernung und der zu damaliger Zeit umst\u00e4ndlichen Fahrten per Eisenbahn blieben diese Besucher meist \u00fcber mehrere Tage. Da <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a> weltoffen und kontaktfreudig war, lud sie zudem gerne nette Menschen, die sie w\u00e4hrend ihrer zahlreichen Reisen und Kuraufenthalte im Harz, in Osnabr\u00fcck, Bad Salzuflen und Bad Rothenfelde kennen lernte, nach Bunderhee ein. So beherbergte das Haus in den weiteren Jahren G\u00e4ste aus Hannover (Familie Twardy), Dortmund (Lilly und Heinz Scheele), Markoldendorf bei Einbeck (Familie Wilcke) und aus Verden (Fr\u00e4ulein Sefzik, fr\u00fchere Hauslehrerin der drei S\u00f6hne).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Busemann<\/a> waren die vielen G\u00e4ste durchaus willkommen, da sie Abwechslung ins Haus brachten. Dem Geplauder der Damen wird er sicherlich, in seinem Ohrensessel sitzend und am \u201eBostklopper\u201c ziehend, seiner langen Pfeife mit dem Porzellankopf, stillvergn\u00fcgt gelauscht haben. Au\u00dferdem bot der Besuch ihm nat\u00fcrlich Gelegenheit, seine zahlreichen Tiere zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Neben der Besch\u00e4ftigung mit den vielen G\u00e4sten widmete man sich im Hause Busemann auch gern dem Musizieren: Mutter und Tochter spielten Klavier (Lina daneben noch Gitarre und Laute) und gerne wurde dazu gesungen. Feine Handarbeiten jeglicher Art wurden ausgef\u00fchrt: Lochstickereien, Strick- und H\u00e4kelsachen f\u00fcr die Enkelkinder sowie allerlei Flickarbeiten, welche in der gro\u00dfen Familie sicherlich h\u00e4ufig anfielen.<\/p>\n<p>Die Ereignisse des Tages wurden von <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a> \u00fcber Jahrzehnte akribisch in ihrem Landwirtschaftskalender notiert. Sie war daneben viele Jahre (seit 1916) als Vorsitzende des Missionsvereins, sp\u00e4ter auch des \u201eVaterl\u00e4ndischen Frauenvereins\u201c, t\u00e4tig. Im Detail plante sie die Sitzungen und hielt alle ihre daf\u00fcr vorgesehenen Ansprachen in einem B\u00fcchlein fest. lm Rahmen dieser T\u00e4tigkeit hatte sie allerlei Korrespondenz zu erledigen, und so kam es, dass sie in jenen Jahren auch Kontakt zu einer von diesem Verein betreuten Missionsstation in Togo aufnahm. Mit dem dort t\u00e4tigen einheimischen Pastor Kwami pflegte sie fortan regelm\u00e4\u00dfigen Briefwechsel, so dass sich im Briefkasten des Hauses Nr. 6 hin und wieder auch schwert, weil ihr als M\u00e4dchen der Besuch einer h\u00f6heren Schule versagt blieb, und sie daher keine Fremdsprache beherrschte.<\/p>\n<p>Das nun schon etwas betagte Ehepaar Busemann ging mit der Zeit und stellte 1936 einen \u201eAntrag auf Einrichtung einer Fernsprechanlage\u201c, mit der man sicherlich noch schneller und einfacher Kontaktpflege betreiben und Neuigkeiten aus der Gegend \u201erund um&#8217;t Zingel un van&#8217;t Kakelh\u00f6rn na&#8217;t Achterweg&#8220; austauschen konnte.<\/p>\n<p>Lina Busemann verbrachte im Haus Nr. 6 unbeschwerte Jugendjahre, vor allem im Kreise der Cousinen und ihrer vielen Freundinnen. Manchmal blieben diese auch f\u00fcr einige Tage im Hause, wor\u00fcber sich Lina besonders freute, da sie wie ein Einzelkind aufwuchs und \u00fcberwiegend von Erwachsenen umgeben war. Es wurde gespielt, musiziert und vor allem am Abend, wenn die M\u00e4dchen zu Bett gehen mussten, mit Begeisterung gereimt, z. B. \u201eDie Lina von der Hermannsburg &nbsp;&#8230;\u201c, wodurch das Anwesen sogleich aufgewertet wurde!<\/p>\n<p>In diesen Jahren wurde auch das Kr\u00e4nzchen gegr\u00fcndet, das rund siebzig Jahre Bestand bis zum Tode der meisten Mitglieder hatte. Fortan trafen sich jeden Monat reihum zur Teestunde und zum Schw\u00e4tzchen: Lina Busemann aus Bunderhee, die Schwestern Lina und Gerda van Scharrel aus Bunderneuland, Hanna Diddens aus Bunde, Anna Swalve und Lina van Lessen aus Jemgumgeise sowie die Schwestern Anna und Tina van Scharrel aus Bunderneuland.<\/p>\n<p>Lina Busemann besuchte zun\u00e4chst die Volksschule in Bunde (Hinrich Meints war in ihrer Klasse) und wechselte sp\u00e4ter auf die Bunder T\u00f6chterschule (Klassenlehrerin Fr\u00e4ulein Sluyter). Danach ging sie zusammen mit Ella Koets auf das M\u00e4dchengymnasium in Leer (heute Teletta-Gro\u00df-Gymnasium) und verlie\u00df es nach der Mittleren Reife, um eine Ausbildung in L\u00e4ndlicher Hauswirtschaft bei der Apothekerfamilie Wilcke in Markoldendorf, Kreis Einbeck anzutreten. Lina Busemann heiratete am 30. Juli 1942 in Bunderhee den Landwirt Bernhard Heinrich Groeneveld (geb. 21.3.1910) aus Bunderneuland, \u00e4ltester Sohn von Arnold Dietrich Groeneveld von Norder-Christian-Eberhardspolder und seiner Ehefrau Margarete, geb. Diddens aus Bunde.<\/p>\n<p>Auch nach der Eheschlie\u00dfung wohnte Lina Groeneveld weiterhin im Hause Nr. 6, da ihr Ehemann seit Kriegsbeginn als Soldat zun\u00e4chst in Frankreich und sp\u00e4ter in Russland war, wo er am 8. Oktober 1943 in der Region um den Dnijepr fiel. Einige Male zuvor hatte Lina Groeneveld schon vom Fenster des kleinen Wohnzimmers aus beobachten k\u00f6nnen, wenn der B\u00fcrgermeister Ebens die Bunder M\u00fchlenstra\u00dfe in Richtung Bunderhee ging, schwarz gekleidet, was bedeutete, dass er die Nachricht vom Tode eines Soldaten dessen Familie \u00fcberbringen musste. Stets war Herr Ebens vorher in Richtung eines anderen Hauses abgebogen oder aber am Haus Nr. 6 vorbeigegangen, was die Familie Busemann mit gro\u00dfer Erleichterung aufnahm, wenngleich auch mit tiefem Mitgef\u00fchl f\u00fcr die betroffenen Familien (z.B. die Familie Kolthoff nebenan). Als es sie nun selbst betraf, hatte Lina Groeneveld den B\u00fcrgermeister nicht kommen sehen, und so erhielt sie die traurige Nachricht von ihrem Vater oben in ihrem Zimmer. Das Kind, das sie erwartete, wovon ihr Ehemann vielleicht nicht mehr erfahren hat, verlor sie im Fr\u00fchjahr 1943. Es w\u00e4r ein Junge.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Krieges stand das Haus Nr. 6 weiterhin offen f\u00fcr Verwandte und Bekannte vor allem aus den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten, die hier Ruhe und Sicherheit fanden und denen ein vergleichsweise reich gedeckter Tisch geboten wurde. Bemerkenswert ist, dass die St\u00e4dter sich rasch an die l\u00e4ndlichen Gepflogenheiten anpassten und eifrig bei allen Arbeiten in Haus und Garten mithalfen, z. B beim Schlachten und Einkochen, bei der \u201egro\u00dfen W\u00e5sche\u201c und beim Bleichen sowie beim Harken oder Graben. Dabei m\u00f6gen sie auch Hermann Busemann behilflich gewesen sein, der sich auf der hinteren Fl\u00e4che des Gem\u00fcsegartens ein kleines Tabakfeld angelegt hatte, wohl aus Sorge, seine st\u00e4ndig schmauchende lange Pfeife k\u00f6nnte wegen der Rationierung eines Tages ausgehen. Aus dem Jahre 1944 ist verb\u00fcrgt, dass er eines Tages zwischen seinen Tabakpflanzen stand, als seine Tochter Lina von einem Besuch auf Bunderneuland zur\u00fcckkehrte, und ihr zurief: \u201eNun is&#8217;t heelmal miss! De F\u00fchrer is dod! Dat was s\u00e4ker Kurkil mit sien Tommys!\u201c<\/p>\n<p>Als gegen Ende des Krieges im Fr\u00fchling 1945 die kanadischen Truppen einr\u00fcckten, blieb das Haus Nr. 6 von Zerst\u00f6rungen verschont. Mehrere Soldaten forderten eines Tages Zugang zum Haus, und als einer den betagten Hermann B. mit seinem Gewehr bedrohte, wurde er von Lina Gr. durch die Herausgabe eines Schmuckst\u00fccks beschwichtigt. Danach durchsuchten die Kanadier zun\u00e4chst das Haus, fanden aber offenbar nichts Wertvolles. Bevor sie das Haus durch die gro\u00dfe Eingangst\u00fcr verlie\u00dfen, spielte ein Soldat auf dem Klavier wiederholt den Refrain \u201eDeutschland, Deutschland \u00fcber alles\u201c, wobei er jedes Mal beide Unterarme auf s\u00e4mtliche Tasten fallen lie\u00df. Danach begaben sich die Soldaten in den Garten und durchsuchten den Boden mit langen Eisenstangen nach vergrabenen Wertsachen. Lina Groeneveld beobachtete dabei von dem kleinen Fenster im Stall aus, wie sie ihre Suchaktion im Gem\u00fcsegarten durchf\u00fchrten. Dort hatten Busemanns bereits im zeitigen Fr\u00fchjahr die Kisten mit Schmuck, Silber und anderen Wertsachen vergraben &#8211; wohlweislich unter den noch kahlen Rhabarberpflanzen. Als nun die Soldaten den Gem\u00fcsegarten durchk\u00e4mmten, kamen sie nicht auf den Gedanken, mit den Piken die inzwischen \u00fcppigen Rhabarberbl\u00e4tter zu durchsto\u00dfen, wie Lina Groeneveld zu ihrer Erleichterung feststellen konnte. So zogen die Soldaten unverrichteter Dinge weiter&nbsp;&#8230;<\/p>\n<p>Als nach dem Krieg 1945 die gro\u00dfen Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me aus Ostdeutschland nach Ostfriesland kamen, wurden auch einige R\u00e4ume des Hauses Nr. 6 beschlagnahmt f\u00fcr die \u201eEinquartierung\u201c. Das betagte Ehepaar Reis, das hier nach einiger Zeit starb, die Familie Adalbert Buth, die sp\u00e4ter nach Bingum verzog, sowie ein etwas sonderbares P\u00e4rchen namens Egon und Wally fanden hier Unterschlupf. Die ruhige Atmosph\u00e4re des Hauses wurde durch die st\u00e4ndigen Streitigkeiten zwischen Egon und Wally gest\u00f6rt, insbesondere dann, wenn Alkohol im Spiel war, die T\u00fcr im oberen Nordzimmer zugeschlagen wurde oder Gegenst\u00e4nde von dort aus in den Flur oder aus dem Fenster geworfen wurden.<\/p>\n<p>Auch auf dem Nachbarhof Relotius sorgten einquartierte Fl\u00fcchtlinge f\u00fcr Aufregung: Eines Tages stand Leni, eine der drei Schwestern, am Zaun und winkte Alma Busemann aufgeregt herbei, um ihr mitzuteilen: \u201eAlma, musst ehm h\u00f6r! Vanach\u00df is bi uns Fl\u00fcchtlinge wat L\u00fctjes geborn! Man neet een!! Twee!! Wor s\u00f6ll&#8217;n wi dor bloot mit henn???\u201c Hier wusste Alma Busemann Rat und brachte in umgehender Nachbarschaftshilfe zwei gro\u00dfe Kommodenschubladen, die den beiden S\u00e4uglingen als erste Bettchen dienten.<\/p>\n<p>In dieser bewegten Zeit blieb das Haus Nr. 6 auch von einem Einbruch nicht verschont. Lina Gr., die wegen der Fl\u00fcchtlingszuweisung ihr Zimmer im Dachgeschoss r\u00e4umen und deshalb im gro\u00dfen Wohnzimmer schlafen musste, h\u00f6rte eines Nachts verd\u00e4chtige Ger\u00e4usche aus dem kleinen Nebenzimmer. Sie blieb aber ruhig und wohl auch ver\u00e4ngstigt in ihrem Bett liegen und tat f\u00fcr den Rest der Nacht kein Auge mehr zu. Am n\u00e4chsten Morgen entdeckte sie, dass nebenan das Fenster offen stand und dass das Radio, ein \u201eVolksempf\u00e4nger\u201c, verschwunden war. Vom T\u00e4ter fehlte nat\u00fcrlich jede Spur!<\/p>\n<p>Am 28. Juli 1947 feierten <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann<\/a> und <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma<\/a> Busemann in diesem Haus ihre Goldene Hochzeit mit allen Kindern und Enkelkindern. F\u00fcr die Feier wurde alles aufgeboten, was in jenen Tagen, als Lebensmittel rationiert waren, nicht ganz einfach war: F\u00fcr die vielerlei Torten wurde z. B. das Mehl gro\u00dfz\u00fcgig von M\u00fcllermeister Evers aus Bunde geliefert, und der Lik\u00f6r zum Ansto\u00dfen auf das Wohl des Jubelpaares wurde selbst hergestellt. Vertreter der Kirche erschienen zur Gratulation und \u00fcberreichten ein Gedenkblatt. Die gro\u00dfe Familie versammelte sich zu einem Erinnerungsfoto vor der S\u00fcdseite des Wohnhauses.<\/p>\n<p>Am 31. Juli 1948 heirateten Lina, verw. Groeneveld, geb. Busemann und Heinrich Klinkenborg Groeneveld (geb. 8. Juli 1917 in Leer), Sohn von Emil Klinkenborg (geb. 21. Januar 1879 in Bunderneuland &#8211; jetzt Hof Goudschaal), am 28. Oktober 1911 verh. in Halle a.d. Saale mit Engelina, geb. Bohlmann (geb. 2. April 1881 in Westrhauderfehn).<\/p>\n<p>Heinrich Groeneveld war ebenfalls in Bunderhee aufgewachsen, seitdem er und sein \u00e4lterer Bruder Berthold im Alter von sechs bzw. acht Jahren am Silvester 1923 mit dem Pferdeschlitten von Leer nach Bunderhee auf den Hof von Meinhard und lda Groeneveld gebracht wurden. Dies Geschwisterpaar &#8211; Vetter und Cousine der Gro\u00dfmutter v\u00e4terlicherseits &#8211; adoptierte die beiden Jungen sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Durch die Hochzeit \u00e4nderte sich erneut einiges \u201ein`t witte Huus\u201c. Nachdem die Fl\u00fcchtlinge bis auf Frau Reis das Haus verlassen hatten, bezog das Ehepaar Busemann die beiden R\u00e4ume im Dachgeschoss. Das Wohnzimmer nach S\u00fcden wurde zuvor verbreitert und erhielt ein neues schlichtes Fenster, welches mehr Licht durchlie\u00df, w\u00e4hrend das kleinere Zimmer nach Norden als K\u00fcche eingerichtet wurde. lhr gro\u00dfes Schlafzimmer im Erdgeschoss behielten die Busemanns. Das junge Ehepaar verf\u00fcgte \u00fcber die beiden unteren S\u00fcdzimmer als Wohn- und Schlafr\u00e4ume sowie das kleine sp\u00e4tere Kinderzimmer gegen\u00fcber und die gro\u00dfe K\u00fcche im Wirtschaftsteil.<\/p>\n<p>In bescheidenem Rahmen wurde nun Landwirtschaft betrieben mit einigen K\u00fchen und Schweinen sowie der Weide hinter dem Haus und einer Weide in Weenermoor. Mit Hilfe von zwei Pferden (Nora und Kathi) wurde das Ackerland auf dem Bunder Interessentenpolder gegen\u00fcber von Bernh. Busemanns Hof bestellt. Durch den Krieg hatten sich die Gepflogenheiten ge\u00e4ndert, und das junge Ehepaar musste nun wie andere Bauern sp\u00e4ter auch aktiv t\u00e4tig sein in der Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Diese war im Rheiderland noch wenig mechanisiert, und daher wurden nach wie vor \u201eDennsten\u201c gebraucht, wenn jetzt auch in geringerer Zahl. In den ersten Jahren bis 1954 arbeitete Anneus \u201eNeke\u201c Winzenborg aus Bunde mit als Knecht, wie damals noch immer gesagt wurde. Seine Kammer befand sich in dem kleinen Raum neben der Eingangst\u00fcr des Wirtschaftsgeb\u00e4udes. Ihm folgte Gerd H\u00fclsebus, ebenfalls ein Bunder, der gerne dem Alkohol zusprach und zu J\u00e4hzorn neigte. So kam es, dass er eines Tages w\u00fctend (\u201eniedech\u201c) vom Heuboden in der Scheune aus eine \u201eForke\u201c nach Heinrich Groeneveld warf, weswegen er hier zugleich seinen letzten Arbeitstag verbrachte.<\/p>\n<p>Da man im Haushalt noch ohne elektrische Helfer f\u00fcrs Kochen, die W\u00e4schepflege usw. auskommen musste, und viel Arbeit im Ziergarten und besonders im Obst und Gem\u00fcsegarten anlag, wurde hier ein Dienstm\u00e4dchen ben\u00f6tigt. Als \u201eMaaid!\u201c half zun\u00e4chst Gesine Stifter aus Bunderhee mit, danach Leni Hickmann \u201evan`t Haaid\u201c und schlie\u00dflich Helga Freese aus Bunderhee. Die M\u00e4dchen, welche vor Ort wohnten, \u00fcbernachteten in ihrem Elternhaus, w\u00e4hrend Leni Hickmann sp\u00e4ter mit im Kinderzimmer schlafen musste.<\/p>\n<p>Bald stellte sich bei Heinrich und Lina Groeneveld der Nachwuchs ein: Alma Engelina (geb. 10. Februar 1949), Beate Margarete (geb. 8. April 1950) und Herta Ida (geb. 11. Oktober 1953). Die drei M\u00e4dchen waren die ersten Kinder von Eigent\u00fcmern, die in diesem Hause geboren wurden.<\/p>\n<p>Freud und Leid liegen oft dicht beieinander: Nach 23 beschaulichen Jahren auf dem Alterssitz starb <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I126&amp;ged=van-Lessen\">Hermann Otto Busemann<\/a> im Alter von 84 Jahren nach kurzem Krankenlager am 22. Oktober 1953 in diesem Haus, elf Tage nach der Geburt seiner j\u00fcngsten Enkeltochter Herta, die unverkennbar seine Lockenpracht geerbt hat. Die gr\u00f6\u00dferen Kinder Alma und Beate spielten gerne in Haus und Garten, vor allem im Gartenhaus. welches f\u00fcr Teestunden inzwischen weniger genutzt wurde. Zum Spielen kamen oft Kinder aus der Nachbarschaft, z. B. Hermann A. M\u00fcller und Berta Wilhelm aus dem \u201eKakelh\u00f6rn\u201c ebenso wie die Kinder von Familie Heinrich Schoormann, die gegen\u00fcber in der Feldscheune vom Hof Nr. 5 in bescheidenen R\u00e4umen lebte. Mit altem Hausrat und abgelegten Gardinen richteten sich die Kinder mitsamt Puppen und Puppenwagen gerne im \u201eTuunhuuske\u201c h\u00e4uslich ein.<\/p>\n<p>Weiterhin fanden sich die langj\u00e4hrigen Freundinnen in Abst\u00e4nden bei Lina Groeneveld zum Kr\u00e4nzchen ein, inzwischen alle junge M\u00fctter geworden, die gewiss gen\u00fcgend Gespr\u00e4chsstoff hatten. Aber auch die Herren trafen sich allmonatlich reihum zu ihrem \u201eKlub\u201c; neben Heinrich Groeneveld und seinem Bruder Berthold geh\u00f6rten dazu weitere Bunderheester Landwirte wie Diddo Diddens, Wilhelm Kok, Johann M\u00fcntinga, Bernhard Laute und Dietrich Christians. Letzterer beteiligte sich im Hause Groeneveld meist weniger an Gespr\u00e4chen \u00fcber Landwirtschaft, sondern sa\u00df lieber abseits und hielt der Hausfrau hilfsbereit eine um seine Handgelenke gelegte \u201eDocks\u201c (Lage) Strickwolle entgegen, die sie dann zu einem Kn\u00e4uel aufwickelte.<\/p>\n<p>Der kleine Betrieb konnte die gro\u00dfe Familie langfristig nicht mehr ern\u00e4hren, und so pachteten Groenevelds im Herbst 1955 den Hof Nr. 41 in Bunderhee, der etwa zwei Kilometer entfernt lag, und zogen dorthin. <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a> konnte nun wieder in die beiden Wohnr\u00e4ume im Erdgeschoss einziehen, und da sie schon betagt und kr\u00e4nklich war, wurde sie von Thea Koenen aus Bunde versorgt. Die beiden Nordzimmer im Vorderhaus sowie das Wirtschaftsgeb\u00e4ude und die Weide, die durch Hinzunahme eines Teils vom Gem\u00fcsegarten wieder vergr\u00f6\u00dfert wurde, verpachtete man an Familie Kuper. <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/individual.php?pid=I127&amp;ged=van-Lessen\">Alma Busemann<\/a>, die durch ihre Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft so viel Leben in das Haus Nr. 6 gebracht hatte, lebte hier noch ein Jahr lang alleine und starb im Alter von achtzig Jahren am 6. Dezember 1956 in Bad Zwischenahn, begleitet von ihrer Tochter Lina.<\/p>\n<p>In die nun leer stehenden R\u00e4umlichkeiten zogen der Enkel Hermann Otto Busemann (adopt. Timmermann) und seine Frau Hanne, geb. Becker nach ihrer Hochzeit im Fr\u00fchjahr 1957 ein. Hier verbrachte deren 1958 geborener Sohn Hans-Hermann seine fr\u00fchen Kindheitsjahre, und man sah ihn im Sommer oft im \u201eKampke\u201c spielen, einem vor der S\u00fcdseite des Wohnhauses eingez\u00e4unten Bereich, in dem er sicher aufgehoben war. Nachdem sie in diesem Haus einige gl\u00fcckliche und unbeschwerte Jahre verbracht hatte, wie sp\u00e4ter manchmal erw\u00e4hnt wurde, zog die kleine Familie 1961 auf den Timmermannschen Hof in der Bunder M\u00fchlenstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Auf dem benachbarten Hof der Geschwister Relotius hatte Claas Relotius (geb. 23. Januar 1912) aus Klein-Barkau in Holstein im Jahre 1960 die Nachfolge angetreten. Sein Schwiegervater van Lupeseger aus Kiel zog 1961 nach dem Tod seiner Frau Hermine in die Wohnr\u00e4ume im Hause Nr. 6 ein, um in der N\u00e4he seiner Tochter Inge (geb. 23. Oktober 1925) zu sein.<\/p>\n<p>Da die Ortschaft Bunderhee seit 1959\/60 \u00fcber eine \u00f6ffentliche Wasserversorgung verf\u00fcgte, konnte Familie Relotius ein WC am linken Ende des Vorderflurs einbauen, der jetzt durch eine Wand vollst\u00e4ndig vom hinteren Geb\u00e4ude abgetrennt wurde. Die Eingangst\u00fcr wurde mit einem Briefschlitz versehen. lm Garten wurden die Wege einges\u00e4t sowie die Blumenbeete entfernt und die nunmehr vergr\u00f6\u00dferte Rasenfl\u00e4che m\u00e4hten in der Folgezeit Claas Relotius oder seine S\u00f6hne Peter und Holger.<\/p>\n<p>Elso Freese pachtete die zuvor von der Familie Kuper genutzten R\u00e4umlichkeiten und L\u00e4ndereien, nachdem diese nach Weenermoor verzogen war. Da die Familie Freese bis dahin in Achterumsh\u00f6rn gewohnt hatte, \u201ein`t S\u00f6bensteern\u201c, einem alten verschachtelten Haus, in dem mehrere Familien lebten, \u00e4u\u00dferte sie sich nach dem Einzug sehr angetan von der Ger\u00e4umigkeit der neuen Unterkunft im Hause Nr. 6. Sp\u00e4ter traten Herr und Frau Nagel, \u201eSpieker\u201c genannt, die Nachfolge als P\u00e4chter an.<\/p>\n<p>Als der von Heinrich und Lina Groeneveld gepachtete Hof Nr. 41 im Jahre 1970 an Georg Thoden verkauft wurde, der ihn selbst bewirtschaften wollte, gaben Groenevelds die Landwirtschaft auf und hielten Auktion. Nun stand der Wiedereinzug in \u201edat l\u00fctje Huus\u201c bevor. Herr und Frau Nagel zogen nach Bunde, w\u00e4hrend Herr Lubeseder auf dem Hof nebenan bei seiner Tochter Inge eine neue Bleibe fand.<\/p>\n<p>lm Fr\u00fchjahr 1971 wurden in der Landstra\u00dfe 6 etliche Umbauarbeiten get\u00e4tigt: lm gro\u00dfen Wohnzimmer wurden die innen angebrachten \u201eBIinnen\u201c, h\u00f6lzerne Fensterl\u00e4den, die ziehharmonika\u00e4hnlich nach beiden Seiten zusammengeklappt werden konnten, entfernt und die Fensterleibungen rechts und links verkleidet. Au\u00dferdem wurden hier ebenso wie in anderen R\u00e4umen neue Fensterb\u00e4nke eingebaut. Der Fu\u00dfboden im Wohnzimmer erhielt einen Estrichbelag, und im als Wohnk\u00fcche vorgesehenen Nebenzimmer wurde ein Wasseranschluss installiert. In allen bewohnten R\u00e4umen wurden neue Heizk\u00f6rper angebracht bzw. alle ersetzt. Nach Entfernen der Wand rechts neben dem WC war das Wirtschaftsgeb\u00e4ude wieder zug\u00e4nglich. Angrenzend an die Scheune wurde am Nordende des Quer\ufb02urs ein Badezimmer eingebaut. Die urspr\u00fcngliche gro\u00dfe K\u00fcche diente als Hauswirtschaftsraum, in dem auch die Gasheizungsanlage untergebracht war, w\u00e4hrend die gro\u00dfe Scheune als Garage das Auto beherbergte. Den Keller unter dem n\u00f6rdlichen Teil des Wohnhauses, dessen Zugang sich im Fu\u00dfboden des kleinen Nordzimmers befindet, ben\u00f6tigte man nicht mehr, zumal er ohnehin sehr feucht war.<\/p>\n<p>Im April 1971 zogen Heinrich und Lina Groeneveld mit ihrer Tochter Herta wieder in das Haus Landstra\u00dfe 6 ein. Die Familie lebte sich schnell hier ein, zumal das Haus verglichen mit dem zuvor bewohnten Hof Nr. 41 wesentlich bequemer war. Au\u00dferdem war die g\u00fcnstige Lage zum Ortskern Bunde sehr vorteilhaft, w\u00e4hrend man das l\u00e4ndliche Umfeld ebenfalls zu sch\u00e4tzen wusste.<\/p>\n<p>Da Heinrich Groeneveld ab Fr\u00fchjahr 1971 als Vermessungsmitarbeiter t\u00e4tig war, wurde von diesem Haus aus keine Landwirtschaft mehr betrieben und das Sandland hinter dem Haus zun\u00e4chst an Georg Thoden und ab 1980 an Holger Relotius verpachtet. Der Pachtvertrag wurde im Laufe der Jahre mehrfach verl\u00e4ngert bis November 2006. Fortan widmete sich Heinrich Groeneveld in seiner Freizeit der Gartenarbeit, die bis dahin stets allein die Aufgabe seiner Frau gewesen war. Den Gem\u00fcsegarten bestellte er sorgf\u00e4ltig mit Kartoffeln, Spinat, gr\u00fcnen und \u201egroot\u201c Bohnen, Porree sowie \u201eGr\u00f6\u00f6nte\u201c zum W\u00fcrzen. Das frische Gem\u00fcse verarbeitete Lina Groeneveld anschlie\u00dfend f\u00fcr die K\u00fcche oder als Wintervorrat.<\/p>\n<p>Winzig kleine Fichten, die Heinrich Groeneveld im Laufe der Jahre aus dem Urlaub in \u00d6sterreich mitbrachte, fanden ihren Platz an der Grenze des Gem\u00fcsegartens zum Sandland. In einer Ecke wurden kleine Ableger von immergr\u00fcnen Pflanzen kultiviert, und daneben bl\u00fchten Rosen, Dahlien und Sommerblumen, an denen die Hausfrau ihre Freude hatte. Inmitten des Gem\u00fcsebeets stand ein gro\u00dfer, stets reichlich tragender Apfelbaum, dessen Fr\u00fcchte von der Hausfrau zu Apfelmus und Apfelschnitte verarbeitet sowie den Nachbarn \u00fcberlassen wurden. Das alte Gartenhaus war mittlerweile verfallen und seine Reste wurden nach und nach fortgeschafft.<\/p>\n<p>lm Vorgarten wurden Plattenwege angelegt sowie eine Sitzecke nach S\u00fcden im W\u0131nkel zwischen Wohnhaus und Wirtschaftsgeb\u00e4ude. Rund um das Vorderhaus wuchsen bald am Sockel entlang immergr\u00fcne P\ufb02anzen wie Kirschlorbeer, Eiben, Rhododendren und Buchsbaum, welche der Hausherr stets durch sorgf\u00e4ltigen Schnitt in exakter Form hielt, ebenso wie die Hecke. Die alten Rosenst\u00f6cke erhielten einen neuen sonnigen Platz an der S\u00fcdseite des Wirtschaftsgeb\u00e4udes.<\/p>\n<p>Bei einem heftigen Orkan am 13. November 1972 st\u00fcrzten die beiden alten Eichen um, welche von jeher an den zur Stra\u00dfe gelegenen Ecken des Ziergartens gestanden hatten und das Anwesen pr\u00e4gten. Zudem hielten auch die zwei Blautannen an der Gartenpforte dem tobenden Sturm nicht stand, und die Feuerwehr musste anr\u00fccken, um die Stra\u00dfe wieder frei zu r\u00e4umen. Einige Ziegel, die bei dem Sturm von der zur Stra\u00dfe gelegenen Dachseite des Wohnhauses geweht wurden und zerbrachen, wurden durch \u00e4hnliche von Wilhelm W\u00fcbbenas Hof in Bunde ersetzt. Auf die kahle Fl\u00e4che an der s\u00fcd\u00f6stlichen Ecke des Grundst\u00fccks p\ufb02anzte Heinrich Gr. sp\u00e4ter zwei kleine Nordmannstannen und an die s\u00fcdliche Grenze eine Tanne sowie Ableger seiner Rhododendren.<\/p>\n<p>Zur Nachbarschaft bestand guter Kontakt, zumal man sich ohnehin schon seit langem kannte, und bald fanden reihum Grillabende mit den Familien Schneider, Timmermann und Relotius statt, welche zuweilen feucht-fr\u00f6hlich verliefen. Ansonsten half man sich gegenseitig auch gerne einmal aus, wenn dies erforderlich war (z. B. bei Stromausf\u00e4llen und Sturmsch\u00e4den, sp\u00e4ter auch durch Kinderh\u00fcten). Zur Familie Relotius geh\u00f6rte nach ihrer Hochzeit mit Holger Relotius (geb. 4. M\u00e4rz 1948 in Klein &#8211; Barkau) am 24. September 1971 nun auch K\u00e4the, geborene Groeneveld (geb. 14. Juli 1949 in Bunderneuland, \u00e4lteste Tochter von Albert Groeneveld und Gerda, geb. van Scharrel, der Cousine von Lina Groeneveld).<\/p>\n<p>Im Zuge der Nieders\u00e4chsischen Gemeindereform 1972 erhielt das Haus die Anschrift \u201eSteinhausstra\u00dfe 3\u201c. lm selben Jahr verlie\u00df die j\u00fcngste Tochter Herta auch ihr Elternhaus, das fortan vom Ehepaar Groeneveld allein bewohnt wurde. Lina Gr. nahm kurz darauf ihre T\u00e4tigkeit als Schwesternhelferin im Kreiskrankenhaus Leer auf, wo sogleich ein weiteres Kr\u00e4nzchen gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck zur Startseite Von Alma Groeneveld-Relotius Kleine Geschichte des Anwesens Steinhausstra\u00dfe Nr. 3 in Bunderhee, vormals Haus Nr. 6 bzw. Landstra\u00dfe Nr. 6 Es ist zu vermuten, dass das Haus Nr. 6 in Bunderhee um 1880 als Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude von dem Landwirt Eyso Gerhard Busemann, wohnhaft auf dem Hof Nr. 5 gegen\u00fcber, auf der &hellip; <a href=\"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/bunderhee-steinhausstrasse\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\"><\/p>\n<h3><center>Kleine Geschichte Bunderhee Steinhausstra\u00dfe Nr. 3<\/center><\/h3>\n<p><\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1561"}],"collection":[{"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1561"}],"version-history":[{"count":78,"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1561\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1787,"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1561\/revisions\/1787"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/van-lessen.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}